Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden Württemberg - ifex

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Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Die Nachfrage nach Beschäftigten sinkt in Krisenzeiten und große Konzerne streichen tausende von Stellen. Folglich werden viele zu spontanen Existenzgründerinnen und Existenzgründern aus der Arbeitslosigkeit heraus; die Motivation heißt schlicht: Arbeit! Allerdings ist Arbeitslosigkeit oder der drohende Arbeitsplatzverlust als einziges Motiv keine ideale Voraussetzung für eine Gründung. Der Wunsch, sich selbständig zu machen, sollte bereits vorher vorhanden sein.

Staatliche Subventionen

Es hat sich gezeigt, dass Gründungen, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert wurden, weniger an fachlichen Mängeln gescheitert sind, sondern an der nicht ausreichenden unternehmerischen Kompetenz und an Finanzierungsproblemen. Folgende spezielle Unterstützungen bietet die Bundesagentur für Arbeit an:

Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die Arbeitslosengeld empfangen, können den Gründungszuschuss beantragen. Der Gründungszuschuss kann nur beantragt werden, wenn bis zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit Anspruch auf Entgeltleistungen nach SBG III und noch ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 90 Tagen besteht. Eine fachkundige Stelle (z.B. die Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer) muss das Gründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit bestätigen. Der Antrag erfolgt bei der  Agentur für Arbeit oder Arge.

Das Einstiegsgeld kann als Zuschuss zum Arbeitslosengeld II gezahlt werden. Sie können Einstiegsgeld beantragen, wenn Sie

  • eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, die nur gering bezahlt wird und mindestens 15 Stunden wöchentlich umfasst oder
  • sich selbstständig machen wollen und Ihre Tätigkeit einen hauptberuflichen Charakter hat.

Ob und in welcher Höhe Sie Einstiegsgeld erhalten, entscheidet Ihre persönliche Ansprechpartnerin bzw. Ihr persönlicher Ansprechpartner.

Die Agenturen für Arbeit bieten die Förderung von Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen rund um das Thema Existenzgründung an. Dies liegt allerdings im Ermessen der jeweiligen Agentur vor Ort.

Mikrofinanzierungen

Wenn nur ein geringer Kapitalbedarf fremdfinanziert werden muss, sind Mikrokredite eine interessante Möglichkeit. Mikrokredite sind im europäischen Sprachgebrauch Darlehen bis maximal 25.000 Euro, wobei in der Regel keine Untergrenze definiert wird. Diese werden beispielsweise durch MONEX oder dem RKW vergeben.

Spezielle Beratungsförderung bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Da durch eine gute Beratung viel erreicht werden kann, werden mit dem Gründercoaching Deutschland bundesweit Beratungshonorare mit einem Zuschuss von 90% gefördert. Gefördert werden Coachingmaßnahmen zu wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen. Nähere Informationen hierzu auf dem Portal von gruendung-bw.de bei den Förderprogrammen.

 

Tipp: Informationen zum Gründungszuschuss und zum Einstiegsgeld erhalten Sie bei ihrer Agentur für Arbeit oder Arbeitsgemeinschaft  vor Ort.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Monex

Zu den Verfahren 
    Einstiegsgeld 
    Gründungszuschuss