Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden Württemberg - ifex

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Businessplan

Am Anfang einer jeden Unternehmensgründung sollte unbedingt ein sorgfältig ausgearbeiteter Businessplan stehen, in dem Sie Ihre Geschäftsidee umfassend und überzeugend darstellen. Ein Businessplan ist für Kreditverhandlungen mit Geldgebern unerlässlich.

Der Businessplan ist kein statisches Schriftstück, sondern ein dynamisches Instrument der Gründungsplanung. Er hilft Ihnen, von der Ideenphase in die konkrete Planungsphase Ihres Unternehmens zu kommen. Im Idealfall dient er auch als Leitfaden für Ihr Vorgehen und als Kontrollinstrument. Lassen Sie sich beim Erstellen des Businessplans nicht unter Zeitdruck setzen und geben Sie die Erarbeitung des Businessplanes auch nicht aus der Hand.
Ein exakt angelegter Businessplan kann Ihnen den Sprung ins Wirtschaftsleben wesentlich erleichtern. Er zwingt Sie dazu, alle Aspekte Ihres Vorhabens genau zu überprüfen. Damit haben Sie die Chance, Ihr Gründungsvorhaben rechtzeitig und ohne größere Verluste umzuplanen oder wieder zu verwerfen. Bevor Sie also wesentliche wirtschaftliche Verpflichtungen eingehen, gibt Ihnen ein solcher Plan ein ziemlich klares Bild der konkreten Auswirkungen Ihrer Absichten. Schreiben Sie den Plan auf die Erwartung des jeweiligen Adressaten hin.

Tipp: Erstellen Sie für sich selbst neben einem Best-Case-Szenario mindestens auch ein Worst-Case-Szenario (z.B. Wie lange kann ich ohne Umsatz überleben?). Definieren Sie konkret Etappenabschnitte und Reaktionen, wenn diese nicht erreicht werden. Wo ist Ihr persönlicher "Point of no return"?

Aufbau des Businessplans
Vor der Erstellung des Planes sollten Sie überlegen, für welche Zielgruppen er gedacht ist. Eventuell muss der Plan für verschiedene Adressaten mit anderen Schwerpunkten gewichtet werden, um diese zu überzeugen (z.B. Banken, private Kapitalgeber oder Venture-Capital-Gesellschaften, Kooperationspartner, Geschäftspartner, Lieferanten). Die Adressaten des Planes kommen in der Regel nicht aus Ihrer Branche. Aus diesem Grunde sollten Sie den Businessplan

  • leicht verständlich schreiben (kurze Sätze, Fachbegriffe erläutern, technische Details zugunsten klarer Darstellungen vermeiden),
  • sachlich und realistisch darstellen und
  • ansprechend gestalten (bezüglich der Form, der Aufbereitung und des Inhalts – nicht länger als 30 Seiten).

Der Businessplan besteht aus folgenden Abschnitten:
Zusammenfassung
Person des Gründers

  • Gründe für die geplante Selbständigkeit
  • Branchenerfahrung, kaufmännische Kenntnisse

Das Unternehmen (Geschäftsidee)

  • Firmenname, Rechtsform
  • Geschäftsgegenstand, Produkt bzw. Dienstleistung
  • Organisation des Unternehmens
  • Chancen und Risiken

Der Markt

  • Marktübersicht
  • Kunden
  • Konkurrenz-/Wettbewerbsanalyse
  • Lieferantenauswahl

Marketing

  • Preis
  • Vertrieb (Kosten des Vetriebs, wie vertreiben Sie die

Produkte/Dienstleistung)

  • Werbung/Werbemaßnahmen

Standortplanung

  • örtliche Lage der Räumlichkeiten (insbesondere bei Einzelhandelsbetrieben)
  • Vor- und Nachteile des Standorts
    Personalplanung
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Qualifikation und Entlohnung

Finanzierung

  • Kapitalbedarf (Investitionen, Betriebsmittel, Gründungskosten)
  • Finanzierung (Eigenkapital, Fremdmittel)
  • Rentabilitätsrechnung
  • Liquiditätsplan

Unterlagen/Anlagen

 

Tipp: Die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern bieten Ihnen Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans.
Das Internetportal der Gründungswerkstatt Deutschland - ein Projektverbund aus Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Gründungsinitiativen und der KfW Bankengruppe - unterstützt Existenzgründer und Jungunternehmer bei der Planung und Umsetzung ihrer Gründungsidee. Mit dem Businessplanmodul können Sie online ihren Businessplan entwickeln (www.gruendungswerkstatt-deutschland.de). Unter dem gemeinsamen Dach der Gründungswerkstatt Deutschland werden von den meisten baden-württembergischen IHKs bereits eigene Gründungswerkstätten mit regionalen Inhalten und einer Online-Begleitung durch erfahrene Tutoren der jeweiligen IHK angeboten. Existenzgründer in Gebieten ohne regionale Gründungswerkstatt können sich im Basisportal
„Gründungswerkstatt Deutschland“ registrieren und ebenfalls ihren Businessplan erarbeiten.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt auf dem Existenzgründerportal einen Businessplaner online zur Verfügung