Gründung BW
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Hinweise zur Datenbank der Förderprogramme und Finanzhilfen


Das Land Baden-Württemberg und seine Förderbanken (L-Bank, Bürgschaftsbank Baden-Württemberg sowie Mittelständische Beteiligungsgesellschaft) bieten Gründerinnen und Gründern sowie mittelständischen Unternehmen ein breites Spektrum an öffentlichen Förderprogrammen. Die bundesweit geförderten Programme komplettieren dabei das Förderangebot.

Die Datenbank: Förderprogramme und Finanzhilfen finden Sie hier >>

In der Datenbank werden zusätzlich Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg und des Bundes aufgeführt, die sich an alle kleinen und mittleren Unternehmen richten, erfahrungsgemäß aber auch von jungen Unternehmen häufig in Anspruch genommen werden.

Landkreise, Städte oder Gemeinden bieten zum Teil eigene Förderprogramme an, welche in der Übersicht nicht enthalten sind. Bitte erfragen Sie diese bei der jeweiligen Wirtschaftsförderung.

Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung der in gründung-bw.de dargestellten öffentlichen Darlehen, Bürgschaften oder Zuschüsse besteht nicht.

In den meisten Fällen darf erst nach einer Bewilligung des Förderantrags mit dem geförderten Vorhaben  begonnen werden, bzw. dürfen Sie vor der Beantragung keine rechtlich bindende Verpflichtung eingehen (z.B. Inanspruchnahme von Beratungsleistungen oder Abschluss eines Kaufvertrags). Informieren Sie sich deshalb genau darüber, wann Sie Verträge schließen und mit dem Vorhaben beginnen dürfen, ohne dass es für eine Förderbewilligung schädlich wäre.

Entsprechend dem Hausbankprinzip werden Darlehen und Bürgschaften über die örtlichen Hausbanken beantragt, welche Sie zunächst von Ihrem Gründungskonzept überzeugen müssen. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind im jeweiligen Förderprogramm vermerkt.

Die Hausbank wird über den Antragsvordruck der Förderbank und das Unternehmenskonzept (Businessplan) hinausgehend noch weitere Unterlagen von Ihnen anfordern. Dazu können zählen:

  • Lebenslauf mit beruflichem Werdegang und fachlichen Qualifikationen
  • künftige Erfolgserwartungen
  • Besicherungsvorschlag
  • Verträge wie Miet-, Pacht-, Kauf- und Übernahmevertrag
  • Gesellschafts-/Beteiligungsverträge
  • Handelsregisterauszug
  • letzte Jahresabschlüsse oder vergleichbare Unterlagen
  • bei Unternehmensübernahme: Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung des zu übernehmenden Betriebs

Viele der Förderprogramme können miteinander kombiniert werden. Sofern Sie nicht in ausreichendem Umfang über Sicherheiten verfügen, besteht die Möglichkeit, Förderdarlehen in den Finanzierungsmix aufzunehmen, die bereits öffentliche Bürgschaften beinhalten oder als Nachrangdarlehen ausgestalltet sind. Ein Nachrangdarlehen haftet im Unternehmen unbeschränkt und erfüllt somit Eigenkapitalfunktion. Außerdem können Sie seperat Bürgschaften der Bürgschaftsbank beantragen oder Beteiligungskapital hinzuziehen. Vor allem bei einem größeren Kapitalbedarf besteht der optimale Finanzierungsmix häufig aus einer Kombination dieser Instrumente.

In der Regel gilt bei den genannten Förderprogrammen als Obergrenze für eine Antragsberechtigung die EU-Definition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Dies sind Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro (einschließlich aller verbundenen Unternehmen). Bei manchen Programmen gelten auch geringere Obergrenzen.

Die in den Förderprogrammen genannten Konditionen sind zum Teil variabel und werden zum Beispiel bei den Förderdarlehen entsprechend der Lage auf dem Kapitalmarkt regelmäßig angepasst. Es empfiehlt sich deshalb, die aktuellen Konditionen vor der Antragstellung bei den zuständigen Stellen zu erfragen oder im Internet abzurufen.