Gründung BW
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25.11.2016
Crowdworking noch wenig verbreitet

Die Nutzung von Crowdworking in Unternehmen ist deutlich wahrscheinlicher, wenn in der Vergangenheit bereits außerhalb des Crowdworking freie Mitarbeiter auf Basis von Dienst- oder Werkverträgen eingesetzt wurden.

Das Konzept des Crowdworking, also die Vergabe von traditionell unternehmensinternen Aufgaben und Projekten über Onlineplattformen an externe Arbeitskräfte, die diese Aufträge gegen Bezahlung durchführen, ist mittlerweile der großen Mehrheit der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und der Informationswirtschaft in Deutschland ein Begriff. Die tatsächliche Nutzung von Crowdworking hingegen liegt über alle untersuchten Branchen hinweg deutlich unter fünf Prozent der Unternehmen und verharrt somit auf einem ähnlichen Niveau wie bereits in der ersten Befragung zu diesem Thema im Jahr 2014. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Unternehmensbefragung, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im September 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) durchgeführt hat. Die Befragung im verarbeitenden Gewerbe und im Wirtschaftszweig Informationswirtschaft (Branche Informations- und Kommunikationstechnologien, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister) zeigt, dass Crowdworking als ein recht junges Konzept der digitalen Arbeit inzwischen an Bekanntheit deutlich zugelegt hat. War im Jahr 2014 lediglich rund 55 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft das Konzept bekannt, so kennen mittlerweile mehr als drei Viertel der Unternehmen des Wirtschaftszweigs diese Arbeitsform. Auch in Branchen des verarbeitenden Gewerbes ist der Begriff Crowdworking rund 70 Prozent der Unternehmen geläufig.

Die Studie liegt hier als Download vor (PDF) >>

Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)