Gründung BW
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26.11.2015
Elevator Pitch BW - Regional Cup Karlsruhe: otego gewinnt mit neuartigem thermoelektrischen Generator den ersten Preis

Foto: Alle Teilnehmenden des Regional Cup Karlsruhe.

Eine Fahrstuhlfahrt Zeit für junge Geschäftsideen: In nur drei Minuten mussten Jungunternehmen, Gründerinnen und Gründer am Mittwoch (25. November 2015) beim Elevator Pitch in Karlsruhe die Fachjury und rund 150 Zuhörer von ihrer Geschäftsidee überzeugen. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft setzt die landesweite Wettbewerbsreihe „Elevator Pitch BW“ als Teil seiner Gründungsoffensive fort. Der regionale Wettbewerb wurde vom Ministerium zusammen mit der IHK Karlsruhe und der Karlsruher Gründerallianz veranstaltet. Das Preisgeld der Wettbewerbsreihe wird von der L-Bank gesponsert.

Den ersten Preis hat die Geschäftsidee von otego aus Karlsruhe gewonnen. otego entwickelt neuartige thermoelektrische Generatoren (TEG) als autarke Energieversorgung für das Internet der Dinge - aus Wärme wird Strom produziert. Das Team besteht aus Silas Aslan, André Gall, Matthias Hecht und Frederick Lessmann. Für viele vernetze Kleingeräte könnten lästige Batteriewechsel somit bald der Vergangenheit angehören. Mit TEGs von otego lässt sich Energie aus kleinster Wärmequelle in Strom umwandeln. Die Besonderheit der otego-Technologie ist die Kombination aus kostengünstigen Materialien und industriellen Produktionsverfahren. Damit wird otego als erster Hersteller TEGs produzieren können, die für breite Massenanwendungen in Frage kommen. Der Sieger des Regional Cups erhält ein Preisgeld von 500 Euro und qualifiziert sich zudem für das Landesfinale.
Webseite: www.otego.de.

Den zweiten Platz (300 Euro) hat die Geschäftsidee store2be aus Karlsruhe gewonnen. store2be ist ein Online-Marktplatz zur temporären Vermarktung und Anmietung von stationären Werbe- und Verkaufsflächen. store2be gibt aufstrebenden Marken so die Chance, Produkte zeitlich flexibel an spannenden Orten zu präsentieren und Kunden zu begeistern. Flächeninhaber generieren Mieteinnahmen, locken neue Besucher auf Ihre Fläche und schaffen ein positives Einkaufserlebnis. Durch das regelmäßige Auftauchen von neuen Ideen und Konzepten im Einzelhandel lernen Endkunden immer wieder neue und innovative Produkte kennen. Das Team besteht aus Peter Gundel, Marlon Braumann, Emil Kabisch und Sven Wissebach.
Webseite: www.store2be.com/de

Den dritten Platz (200 Euro) hat die Geschäftsidee Refimo aus Heidelberg gewonnen. Refimo ist eine Plattform zur Jobvermittlung für Flüchtlinge, die in drei Sprachen verfügbar ist: Deutsch, Englisch und Arabisch. Durch einfache Benutzbarkeit und „Matching“-Algorithmen sollen Flüchtlinge und Arbeitgeber an einen Tisch gebracht werden. Refimo soll dem Fachkräftemangel in vielen Ausbildungsberufen entgegenwirken und die Integration von Flüchtlingen unterstützen. Das Team besteht aus Christoph Stiefel, Kolja Esders, Kevin März und Felix Boenke.

Zum Publikumsliebling wurde die Geschäftsidee store2be aus Karlsruhe gewonnen. Das Team erhält damit noch einmal die Gelegenheit, sich für das Landesfinale zu qualifizieren.

Insgesamt hatten folgende Bewerber die Gelegenheit beim Regional Cup die Jury auf kreative Art und Weise zu begeistern:

  1. Datagnan UG
  2. Future Call
  3. Gaia-Bikes
  4. Get Lazy - Tu dir Gutes und tu Gutes dabei!
  5. HoneggerBauer FIREWALK
  6. otego
  7. Refimo
  8. Stadtwerke 4.0: Codename Xirka
  9. Store2be
  10. VINOPROBA

Die Teams wurden von der Jury anhand der Kriterien Präsentation (Rhetorik/ Persönlichkeit, Inhalt des Vortrags, zeitlicher Rahmen) und Geschäftsmodell (Konzeption/Geschäftsmodell, Kundennutzen/Marktrelevanz, Skalierbarkeit) bewertet. Die Zusammensetzung der Jury ist bei den regionalen Wettbewerben unterschiedlich.

Folgende Jurymitglieder haben beim Regional Cup die Pitch-Teilnehmer bewertet:

  • Arndt Upfold, ifex - Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft
  • Jenny Geis, Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
  • Christian Eisenecker, Handwerkskammer Karlsruhe
  • Dr. Gerda Frank, Karlsruher Institut für Technologie
  • Corinna Jahn, CyberForum e. V.
  • Alin Semenescu, Sparkasse Karlsruhe Ettlingen
  • René Lindner, Commerzbank AG
  • Ute Schepers, VasQlab


Fotos und Videos:

Die Bilder zum Event werden zeitnah online auf flickr veröffentlicht: https://www.flickr.com/photos/elevatorpitchbw/sets/ 
Sie können die Bilder unter der Creative-Commons-Lizenz unter Angabe der Quelle Elevator Pitch BW 2014/2015 verwenden und weitergeben.

Die Pitch-Videos sind zeitnah auf folgendem YouTube Channel abrufbar: https://www.youtube.com/user/ElevatorPitchBW 

Hintergrundinformation:

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat die landesweite Wettbewerbsreihe „Elevator Pitch BW“ im Oktober 2013 gestartet. Das moderne Veranstaltungsformat soll dazu beitragen, dass sich junge Unternehmen möglichst erfolgreich und dauerhaft auf dem Markt etablieren und so neue Arbeitsplätze im Land schaffen. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das einen landesweiten Elevator-Pitch-Wettbewerb veranstaltet, um für mehr Unternehmertum im Land zu werben. Durchgeführt wird der Wettbewerb durch die Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge (ifex) des Ministeriums. Bei der Durchführung des Wettbewerbs wird ifex von dem Dienstleister Accelerate Stuttgart GmbH unterstützt. Das Preisgeld wird von der L-Bank gesponsert.

Bei der dritten Wettbewerbsrunde 2015/2016 haben wieder Gründer und junge Unternehmen die Chance, ihre Geschäftsidee vor Publikum zu präsentieren: Bis zum Finale im Sommer 2016 sind 14 Regional Cups und ein bis zwei branchenspezifische Special Cups geplant. Insgesamt hatten sich in der ersten (2013/2014) und zweiten (2014/2015) Wettbewerbsrunde insgesamt über 460 Geschäftsideen für die 31 regionalen Wettbewerbe (Regional Cups) beworben. Davon sind rund 300 tatsächlich auf der Bühne aufgetreten, denn nur 10 Pitcher pro Regional Cup dürfen Ihre Idee vor Jury und Publikum präsentieren.

Ein Elevator Pitch ist eine kurze, informative und prägnante Präsentation einer Geschäftsidee für eine Dienstleistung oder ein Produkt und bedeutet „Aufzugspräsentation“: Die Präsentationen müssen in der kurzen Zeit einer Fahrstuhlfahrt durchgeführt werden. Beim Elevator Pitch muss also kein Businessplan vorgelegt werden, stattdessen geht es darum, die Zuhörer in drei Minuten neugierig zu machen und sie von der Geschäftsidee zu überzeugen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.elevatorpitch-bw.de