Gründung BW
Gründung BW

23.01.2018
Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

236.000 Firmen suchen bis Ende 2019 einen Nachfolger, bis 2022 noch einmal 275.000.

Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre, für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfWResearch auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde - oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rd. 2 Millionen Erwerbstätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab.

Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird offensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukunft blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Betrieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 % vorstellen, ein Mitarbeiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % bzw. 27 %). Die aktuelle Analyse von KfWResearch zum Thema „Generationenwechsel im Mittelstand“ ist online abrufbar.

Weitere Informationen finden Sie hier >> und hier >>