Gründung BW
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25.07.2019
Gründungschancen in ländlichen Räumen unterscheiden sich stark von denen in Städten und urbanen Regionen

Das RKW-Kompetenzzentrum hat den aktuellen „Global Entrepreneurship Monitor“ (GEM) im Hinblick auf die Gründungstätigkeit in Städten und ländlichen Regionen ausgewertet.

Laut Auswertung des Global Entrepreneurship Monitors 2018/2029 durch das RKW Kompetenzzentrum gibt es auf dem Land häufig keine ausgeprägte Gründungskultur und deutlich weniger Initiativen zur Unterstützung selbständiger Tätigkeiten. Den Menschen bieten sich offensichtlich weniger Chancen für eine Gründung. Die Gründerquote ist demnach auch deutlich niedriger. Auf dem Land beträgt diese 1,2 Prozent und in der Stadt 1,7 Prozent (Anteil von Existenzgründern an allen Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, Quelle: KfW Research).

Da etwa zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland in städtischen Räumen lebt, sind Gründungen vor allem ein urbanes Phänomen. Die Art der Gründungen unterscheidet sich ebenfalls. In der Stadt gibt es mehr freiberufliche Gründungen und einen höheren Dienstleistungsanteil. Technologieorientierte Gründungen und Start-ups - dies sind etwa 10 Prozent aller Gründungsvorhaben, wie der GEM-Länderbericht 2018/2019 zeigt - konzentrieren sich überwiegend auf Städte und sind im besonderen Maße auf ein dynamisches Umfeld und unterstützende Netzwerke angewiesen.

Zur Originalmeldung geht es hier.

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentlichte bereits im Frühjahr diesen Jahres, dass innerhalb Baden-Württembergs deutliche regionale Unterschiede in der Gründungstätigkeit bestehen. Eine überdurchschnittliche Gründungsintensität mit 20 und mehr Betriebsgründungen je 10 000 Einwohner wiesen die Stadtkreise Baden-Baden (24), Ulm (21), Mannheim (21) und Heilbronn (20) auf. Mit Ausnahme von Freiburg (11) und Pforzheim (11) lagen auch die übrigen Stadtkreise über dem Landeswert von 13 Betriebsgründungen je 10 000 Einwohner. Diese regionale Verteilung des Gründungsverhaltens setzte sich aus dem Vorjahr fort. In den Landkreisen ist die Gründungsintensität überwiegend etwas niedriger als in den Stadtkreisen. Lediglich in acht Landkreisen wird der Landeswert überschritten. So kommen die Landkreise Konstanz, Esslingen, Ludwigsburg, Rottweil, Göppingen und Reutlingen sowie der Rems-Murr-Kreis und der Bodenseekreis auf 14 Betriebsgründungen je 10 000 Einwohner. Die Gründungsintensität der übrigen Landkreise lag 2018 zwischen 8 und 13 Betriebsgründungen je 10 000 Einwohner.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg