Gründung BW
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09.03.2018
Viele Unternehmensnachfolgen im Handwerk in den nächsten zehn Jahren

Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist für knapp die Hälfte der Inhaber von Handwerksbetrieben kein fernes Szenario.

Laut einer Studie der Creditreform Wirtschaftsforschung beschäftigt sich derzeit 43,4 Prozent der Befragten mit dem Rückzug aus dem Unternehmen bzw. hat den Übergabeprozess bereits in Gang gesetzt. Bei gut einem Fünftel der Betriebe (22,2 Prozent) ist die Übergabe in den nächsten ein, zwei Jahren geplant. In den östlichen Bundesländern ist dieser Anteil mit 24,6 Prozent überdurchschnittlich hoch. Die Mehrzahl der Betriebsinhaber im Handwerk (55,2 Prozent) will sich in drei bis zehn Jahren aus der Unternehmensführung zurückziehen. Die größte Bedeutung hat im Handwerk dabei die Übergabe innerhalb der Familie (55,0 Prozent der Befragten).

In rund 42.000 Handwerksbetrieben in Deutschland ist der Inhaber bereits 60 Jahre oder älter. Für diese Unternehmen müssen in Kürze Nachfolger gefunden werden. Insgesamt geht es allein bei diesen Unternehmen um die Sicherung von rund 175.000 Arbeitsplätzen. Hilfe seitens der Politik beim Generationswechsel erwarten die Betriebe vor allem bei den bürokratischen Lasten (76,6 Prozent der Befragten). Eine finanzielle Förderung von Betriebsübernahmen, die es in einigen Bundesländern gibt, ist aus Sicht des Handwerks sehr sinnvoll (31,9 Prozent der Befragten), um Nachfolger für das Handwerk zu gewinnen. Die Analyse „Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2017/18“ liegt hier online vor (PDF >>)

Quelle: Verband der Vereine Creditreform e.V.