Gründung BW
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18.11.2014
Wettbewerb Elevator Pitch BW in Karlsruhe

Geschäftsidee vasQlab gewinnt beim Regional Cup Karlsruhe den ersten Preis

Eine Fahrstuhlfahrt Zeit für junge Geschäftsideen: In nur drei Minuten mussten zehn Jungunternehmen, Gründerinnen und Gründer am 18.11.2014 beim Elevator Pitch BW - Regional Cup Karlsruhe die Fachjury und rund 100 Zuhörer von Ihrer Geschäftsidee überzeugen. Der regionale Wettbewerb wurde im Rahmen des „Tages für Gründer und Jungunternehmer“ der IHK Karlsruhe durchgeführt. Der Regional Cup Karlsruhe wurde vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zusammen mit der IHK Karlsruhe und der Karlsruher Gründerallianz umgesetzt.

Den ersten Preis hat vasQlab aus Karlsruhe gewonnen. Die Geschäftsidee von vasQlab basiert auf der Herstellung verschiedener menschlicher Organe auf einem miniaturisierten „Body on a Chip“-System. Es werden auf einem künstlichen Blutgefäßsystem über 3D-Drucke miniaturisierte menschliche Organe produziert. Potenzielle Medikamente und Wirkstoffe können dann direkt an verschiedenen menschlichen Geweben getestet werden. Das Team besteht aus Dr. Ute Schepers, Prof. Dr. Stefan Giselbrecht, Darja Ivannikov, Bianka Grosshäuser , Vanessa Kappings, Eva Zittel, Dr. Pavel Nikolov und Christoph Grün. Der Sieger des Regional Cups erhält ein Preisgeld von 500 Euro und qualifiziert sich zudem für das Landesfinale.

Den zweiten Platz (300 Euro) hat die Geschäftsidee Keypoint aus Karlsruhe gewonnen. Die Firma Keypoint bietet ihren Kunden eine flexible Software für die übersichtliche Darstellung und Hierarchisierung von Kennzahlen in Entwicklungsprojekten. Das Produkt ermöglicht es schnell und einfach, den Status eines jeden Projekts zu überwachen, Abweichungen zu erkennen und Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Neben der Software werden die Ermittlung eines Anforderungsprofils, Beratung sowie Customizing angeboten. Die Software richtet sich an Industrieunternehmen im Technologiebereich mit eigener Entwicklung. Das Team von Keypoint besteht aus Constantin Hofmann, Jakob Diebold und Yannik Braun. (Homepage: http://keypoint-company.com/)

Den dritten Platz (200 Euro) hat sich die Geschäftsidee LehrWerk aus Karlsruhe gesichert. LehrWerk hat sich das Ziel gesetzt, neue Impulse und Ansätze im Rahmen der technischen Lehre zu entwickeln und einzuführen. Das Startup fertigt Baukästen für Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen und interessierte Privatpersonen an, die Technik zum Anfassen beinhalten. Der Baukasten bietet die Möglichkeit grundlegende Systeme als auch komplexere Zusammenhänge spielerisch zu erlernen. Eine stetige Vertiefung und schrittweise ansteigende Schwierigkeitsgrade sowie die Auswahl unterschiedlicher Themengebiete ermöglichen die individuelle Auseinandersetzung mit komplexen Systemen. Das Team besteht aus Carl-Philipp Anke, Simon Densborn, Jonas Fuchs und Benedict Jux. (Webseite: http://www.lehrwerk.com/)

Zum “Publikumsliebling” haben die Zuschauer ebenfalls die Geschäftsidee LehrWerk gewählt. Das Team wird noch einmal die Gelegenheit erhalten, sich für das Landesfinale im Sommer 2015 zu qualifizieren.

Insgesamt hatten folgende Teams die Gelegenheit beim Regional Cup, die Jury auf kreative Art und Weise zu begeistern:
1. ADDREZZED
2. Fibeon.de - Finanzverwaltung
3. Keypoint
4. LehrWerk
5. one&now
6. PRALINÉE
7. smartapply
8. soop - the crowd solution platform
9. vasQlab
10. wikiMerkur

Die Teams wurden von der Jury anhand der Kriterien Präsentation (Rhetorik/ Persönlichkeit, Inhalt des Vortrags, zeitlicher Rahmen) und Geschäftsmodell (Konzeption/Geschäftsmodell, Kundennutzen/Marktrelevanz, Skalierbarkeit) bewertet. Die Zusammensetzung der Jury ist bei den regionalen Wettbewerben unterschiedlich und besteht aus jeweils sieben bis neun Mitgliedern: Vertreter der regionalen Veranstalter bzw. von öffentlichen Institutionen, der örtlichen Sparkassen oder Banken sowie regionalen Unternehmen/Business Angels. Die Leitung der Jury übernimmt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft oder Accelerate Stuttgart UG.

Folgende Jurymitglieder haben die Pitch-Teilnehmer bewertet:
• Arndt Upfold, ifex - Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft
• Alexander Fauck, Technologiefabrik Karlsruhe GmbH
• Dr. Gerda Frank, Karlsruher Institut für Technologie
• Corinna  Jahn, CyberForum e. V.
• Christian Eisenecker, HWK Karlsruhe
• Jens Käpernick, Sparkasse Karlsruhe Ettlingen
• Werner Reutter, Volksbank Karlsruhe
• Michael Emaschow, Papershift GmbH i.G.
• Julius Parrisius, lengoo GmbH

Fotos:
 
Die Bilder zum Event sind jetzt online auf flickr zugänglich: http://www.flickr.com/photos/elevatorpitchbw/sets/ 
Sie können die Bilder unter der Creative Commons Lizenz unter Angabe der Quelle (Elevator Pitch BW 2014/2015) verwenden und weitergeben.

Hintergrundinformation:
 
Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat die landesweite Wettbewerbsreihe „Elevator Pitch BW“ im Oktober 2013 gestartet. Das moderne und neuartige Veranstaltungsformat soll dazu beitragen, dass sich junge Unternehmen möglichst erfolgreich und dauerhaft auf dem Markt etablieren und so neue Arbeitsplätze im Land schaffen. Außerdem sollen die regionalen Wettbewerbe die Bevölkerung für das Thema Selbständigkeit sensibilisieren und auf die große Anzahl junger Unternehmen und innovativer Gründerinnen und Gründer vor Ort aufmerksam machen.

Insgesamt hatten sich in der ersten Wettbewerbsrunde 2013/2014 über 220 Ge-schäftsideen für die 13 regionalen Wettbewerbe (Regional Cups) beworben. Davon sind rund 130 tatsächlich auf der Bühne aufgetreten, denn nur 10 Pitcher pro Regional Cup dürfen Ihre Idee vor Jury und Publikum präsentieren. Bei der zweiten Wettbewerbsrunde 2014/2015 haben noch mehr Unternehmen die Chance, sich vor Publikum zu präsentieren: Bis zum Finale im Sommer 2015 sind insgesamt 18 Regional Cups geplant.

Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das einen landesweiten Elevator-Pitch-Wettbewerb veranstaltet, um für mehr Unternehmertum im Land zu werben. Durchgeführt wird der Wettbewerb durch die Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge (ifex) des Ministeriums. Bei der Durchführung des Wettbewerbs wird ifex weiterhin von Accelerate Stuttgart UG unterstützt. Das Preisgeld des Wettbewerbs wird von der L-Bank gesponsert.

Die Sieger der Regional Cups erhalten ein Preisgeld von 500 Euro und qualifizieren sich zudem für das landesweite Finale. Die zweitplatzierte Geschäftsidee gewinnt 300 Euro, die drittplatzierte wird mit 200 Euro belohnt. Beim Landesfinale gibt es bis zu 3.000 Euro Preisgeld zu gewinnen. Neben den Geldpreisen gewinnen alle beteiligten Unternehmen zudem etwas Unbezahlbares: Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und damit auch die von potentiellen Kunden, Investoren oder Geschäftspartnern.