Gründung BW
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Schüler- und Juniorenfirmen

Was sind Übungs-, Schüler- und Juniorenfirmen?

Im Vordergrund der Zielsetzung von Übungs-, Schüler- und Juniorenfirmen steht die Qualifizierung junger Menschen durch handlungsorientiertes, projektbezogenes Lernen. Die Arbeit in einer dieser Firmen eröffnet eine besonders geeignete Form fächerverbindenden, entscheidungs- und prozessorientierten sowie praxisnahen Lernens.

Während bei Übungsfirmen die Folgen getroffener Entscheidungen ohne reale Auswirkungen bleiben, wird in der Schüler- oder Juniorenfirma der Ernstfall geprobt, d.h., die Ergebnisse werden sichtbar: Gute und richtige Entscheidungen werden belohnt, falsche Entscheidungen "bestraft" (Gewinn und Verlust). Unternehmerische Kreativität und unternehmerisches Risiko werden so erfahrbar und durch eigenes Handeln nachvollziehbar.

Eine Übungsfirma ist ein fiktives Unternehmen, das wie ein real existierendes Unternehmen handelt. Alle typischen Geschäftsfälle der Praxis, von der Beschaffung über die Leistungserstellung bis zum Absatz fallen an. Waren und Dienstleistungen sowie das für die Zahlungen erforderliche Geld sind zwar nicht real vorhanden, alle erforderlichen Schriftstücke werden aber von den Schülern erstellt und mit Übungsfirmen im Deutschen Übungsfirmenring getauscht. Zur Kommunikation werden dabei auch zukunftsorientierte Technologien (z.B. Internet, EMail etc) eingesetzt.

Eine Schülerfirma ist kein reales Unternehmen, sondern ein Schulprojekt mit pädagogischen Zielsetzungen. Die Schule bietet den rechtlichen Schutz für die Durchführung, wenn die Aktivitäten der Schülerfirma als Veranstaltung der Schule anerkannt ist. Sie operiert mit begrenztem Umsatz und Gewinn und orientiert sich an realen Unternehmen. Es werden Produkte geplant, produziert und verkauft bzw. Dienstleistungen angeboten. Alle Arbeiten innerhalb der Schülerfirma werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst übernommen. Beispiele für eine Schülerfirma sind z.B. Organisation des Pausenverkaufs, Betrieb des Kopierers in der Schule, Erstellung der Schülerzeitung etc.

Eine Juniorenfirma ist ein real existierendes Unternehmen, das am Markt als Anbieter von Waren und Dienstleistungen auftritt. Sie unterscheidet sich damit von einer Übungsfirma, in der betriebliche Vorgänge simuliert werden. Alle Arbeiten werden von den Schülerinnen und Schülern als Mitarbeiter der Juniorenfirma übernommen. Grundsätzlich kann die Juniorenfirma in jeder nach deutschem Recht möglichen Rechtsform gegründet werden. Eine Juniorenfirma kann auch als duale Juniorenfirma zusammen mit Ausbildungsbetrieben geführt werden und so schulische und betriebliche Ausbildung ergänzen.

Kaufmännisches Handeln bedeutet Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und auf der Grundlage eines fachsystematischen Basiswissens fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Übungs-, Schüler- und Juniorenfirmen sind geeignet, den Schülerinnen und Schülern den Gedanken selbständiger Unternehmensführung nahe zu bringen. In diesem Zusammenhang spielen auch Fragen der Existenzgründung eine wichtige Rolle.

Anlaufstellen:

Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle >>

Business & Bildung e.V. >>

Schüler- und Juniorenfirmen in Baden-Württemberg:

Ein Verzeichnis der Juniorenfirmen der Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg (Stand 04/2015) finden Sie hier >> 

An vielen allgemein bildenden Schulen gibt es Schüler- und Juniorenfirmen. Bisher sind diese in keinem Verzeichnis registriert.